Ergon-Griffe: Was sind die Unterschiede und welche nehmen?

galina

aktives Mitglied
Ich fahre am Brommi die GP2 oder ganz ohne Hörnchen. Die GP3 sollten aber eigentlich auch passen bei passender Einstellung (hörnchen zeigen nach vorne, gefaltet dann am Vorderrad vorbei). Hängt auch davon ab, wie breit bzw. schmal Du den Lenker lässt.
Ich will jetzt dafür keinen neuen Fred aufmachen, deswegen meine Frage als Nachklapp hier. Ich will mir auch gelegentlich die Ergon holen, mein Brommi ist von 2014/15, H6, passen da auch die GP2 bzw. wodurch unterscheiden sich die GP3? Und abgesehen von der Variante: Regular?, gibbet ja noch unterschiedliche Größen, S /L , bezeichnet das den Durchmesser oder die Länge?
Eigentlich würde mir ja die Kork-Variante besser zusagen (das wäre dann Gp1 oder GP5?), würden die passen und sind sie überhaupt empfehlenswert?
Ich hab noch die originalen geklebten Moosgummigriffe dran; gibt es da einen Trick, wie man die gut abbekommt?

Danke im Voraus schonmal :)


Modedit: wegen vermutetem Allgemeininteresse in einen eigenen Thread in "Zubehör" abgetrennt /berlinonaut

 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
Och, die hätten schon einen eigenen Fred verdient finde ich - der Variantenreichtum ist ja mittlerweile sehr gross geworden und die Verwirrung der Kaufinteressenten nicht kleiner. ;)

Der Klassiker ist der GP1, Kork oder Gummi:
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Die gibt es in gross oder klein, das bezieht sich auf den Durchmesser:

Offered in Small or Large, this is the thickness of the grip in hand. The Small and Large are the same length and have the same wing size. The only difference is the thickness of the grip in hand. Riders with smaller hands are best to choose the Small size. Riders with large hands are an ideal fit to the Large size. Ultimately, choice of size is a rider personal preference.

Ausserdem gibt es sie in schmal (für Gripshift-Schaltung) oder normalbreit. Am alten Brompton M-Lenker vor 2018 waren die breiten etwas zu breit, viele Leute haben sie daher mit dem Teppichmesser etwas kupiert (und daher oft die Gummiversion gekauft, weil sie - mE unberechtigt - Angst hatten, dass die Korkversion das nicht überleben würde). Bei mir hat es auch ohne Kürzen gepasst am alten M Lenker, war aber eng mit den Hebeln. Die Bremshebel ab 2013 sind dabei etwas besser als die bis 2013. Die schmaleren Gripshiftvarianten wurden auch gelegentlich genommen, da muss man aber schon sehr schmale Hände haben, damit die Breite ausreicht. Am neuen M-Lenker ab 2018 ist die Breite kein Problem mehr, am S Lenker war sie das noch nie.

In der GP-Serie gibt es nun diverse Varianten mit Hörnchen, die ansonsten dem gleichen Muster folgen in Sachen Größe und Breite und Wahlmöglichkeit zwischen Kork und Gummi:

GP2

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Die haben recht kleine Stummelhörchen ("Barend size 2 finger, 35mm") und passen idR problemlos. Man muss allerdings damit leben und darauf achten, dass die Hörnchen nahezu horizontal nach vorne zeigen in ungefaltetem Zustand (bei allen behörnten Ergons), sonst kann es ggf. Bodenkontakt geben (abhängig vom verbauten Lenker). Gleichzeitig müssen die Griffe bei gefaltetem Lenker am Reifen vorbei passen - wer also esoterische Lenker verbaut sollte das im Hinterkopf haben. Gleichzeitig kann man die Hörnchen nicht beliebig einstellen vom Winkel her im Verhältnis zur Handballenauflagefläche, da gibt es einen Anschlag. es ist also immer ein bisschen eine Pusselei und oft knapp, die perfekte Position oder den besten Kompromiss zu finden.

GP3

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Die Hörnchen am GP3 sind etwas grösser (länger) als am GP2, sollte am Brommi aber noch passen (Barend size 3 finger, 50mm). Eigene Erfahrungen habe ich nicht damit.

GP4

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Noch behörnter sind die GP4 (Barend size 4 finger, 75mm), da ist der Winkel und die Form der Hörnchen auch etwas anders. Ebenfalls keine Eigene Erfahrung am Brommi damit. Kann sein dass das knapp wird.

GP5

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Mächtiger Badabum. Das ist kein Hörnchen mehr, das ist ein veritables Horn (Barend size multi-position, 110mm). Bzw. Barend. Dass das am Brompton passt kann ich mir nicht vorstellen. Ich hab die Griffe zwar hier, aber für ein anderes Rad und nie am Brommi probiert.


Im Prinzip gibt also die Nummer an für wie viele Finger das Horn ausreicht - zu 100% stimmt das nicht, gibt aber eine gute Orientierung.


Neben den klassischen GC gibt es inzwischen noch weitere Modelle, u.a. die GS-Serie

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Die sind etwas eckiger geformt an der Griffen, etwas leichter und auf sportlich getrimmt. Die Hörnervielfalt ist nicht ganz so gross. Passen auch ans Brommi. (hier im Bild die GS3)


2023 wurde die GS-Serie überarbeitet. Seitdem sitzt die Klemmung nicht mehr innen sondern aussen (hier am GS1):

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Dadurch ist kürzen auf der Innenseite nicht mehr möglich. Andererseits ist es dafür nun möglich, die Griffe geringfügig über das Lenkerende hinausragen zu lassen und sie dennoch festziehen zu können.



Und dann gibt es noch die GC-Serie, ich glaube nur unbehörnt. Auch da haben die Griffe selbst eine andere Form mit Ausbuchtung nach vorne:

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Hier im Bild die GC1. Passen ebenfalls am Brommi. Die sind allerdings für das gedacht, was man früher "Gesundheitslenker" nannte:

The GC1 is a grip developed for the ergonomic demands of riders using sweptback handlebars, usually found on city and touring bikes.

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Deswegen gibt es die auch nicht mit Hörnern.

Kork oder Gummi - was ist besser?

Bis vor ein paar Jahren war das eindeutig: Kork. Das lag schlicht daran, dass die Gummivarianten nach ein paar Jahren ekelhaft klebrig wurden und Auflösungserscheinungen zeigten. Inwiefern das was mit Handcreme o.ä. zu tun hatte ist ungeklärt - dass es eklig war unstrittig. ;) Seit einiger Zeit ist das aber Geschichte. Jetzt ist es wohl eher Geschmackssache. Ich hatte früher immer die Korkvariante gekauft, inzwischen habe ich beide Versionen. Die Kork-Variante finde ich minimal angenehmer zum Anfassen, das ist aber wohl eher Einbildung als alles andere. Nachteil der Korkversion speziell am Falter ist, daß sie nach einigen Jahren etwas schmuddelig aussieht. Tut der Funktion keinen Abbruch, aber man sieht, dass sie benutzt wurde. Das sieht man auch an dem profilierten Gummieinsatz, denn der verliert über die Jahre durch die Nutzung das Profil - da geben sich die Varianten aber nichts. Die GS dürften dahingehend am unempfindlichsten sein. Aber dafür teurer als die normalen. Bei den GP ist wiederum Kork in der Regel teurer als Gummi.

Bei den Kork könnte es auch vorkommen, dass sie nach vielen Jahren anfangen zu zerbröseln. Erste Ansätze dazu meine ich bei meinen ältesten Griffen wahrzunehmen, ein echtes Problem ist es bisher nicht.

Lohnen sich Hörnchen/BarEnds?

Geschmackssache. Ich finde sie angenehm, insbesondere bei fühlbarer Lenkerüberhöhung (Lenker höher als der Sattel), wenn auch nicht gerade eine optische Bereicherung. Am geraden Lenker weniger optisch störend als am M. Schon kleine (ich nutze meist die GP2) ermöglichen es umzugreifen, was ich als sehr segensreich empfinde, schon bei kurzen Touren. Abwechslung ist super und schon das geringfügige Umgreifen hat Auswirkung auf die gesamte Körperhaltung und -spannung. Einen Riesenhirsch wie den GP5 würde ich mir normalerweise nicht an's Rad nageln, schon gar nicht an ein kleines. Ich habe ein paar 20"er, wo beim Kauf fette Barends drauf waren (keine Ergons) - das war eine optische Beleidigung. Sind sofort runtergeflogen. Die GP5 sind mir neulich zugelaufen zusammen mit einem Lenker und einem Fahrrad, das ausnahmsweise mal grosse Laufräder hat. Mal sehen, ob ich sie dran montiere und wie das dann ist. Da stimmen dann zumindest die Grössenverhältnisse. :)
Aber auch ohne Hörnchen sind die Ergons eine echte Verbesserung - das was man wirklich jedem Brompton als allererstes angedeihen lassen sollte meiner Meinung nach. Fahre auch selbst unbehörnt an den meisten Brommis. ;)

Alternativen

... gibt es in meinen Augen nicht wirklich. Ich habe über die Jahre viele verschiedene andere ergonomische Griffe ausprobiert, von Markenherstellern, von günstigeren Marken, von NoNames. Identische Formen, andere Formen, Nachbauten, alles. An die Ergons ist keiner rangekommen, nicht mal in die Nähe. Und da man bei den Ergons weiss, was man kauft und bei den anderen eine Wette eingeht bin ich reumütig zu den Ergons zurückgekehrt. Dennoch: Your mileage may vary.

Die Neigung zu Ergon gilt zunächst mal den Griffen mit eingebauten Bar-Ends - da ist das Angebot anderer Hersteller nämlich sehr überschaubar und an Griffen darunter, die an's Brompton passen noch viel mehr. Bei Griffen ohne Barends ist das Angebot erheblich breiter und da gibt es sicherlich auch das eine oder andere geeignete. Aber eben auch sehr viel Mist - das ist die Mehrzahl. Und völlig ignorieren sollte man auch einen weiteren Aspekt neben der Ergonomie nicht: Die Griffe sind Kontaktfläche, da hat man die ganze Zeit seine Hände drauf. Wäre also wohl hübsch, wenn die einigermaßen Schadstofffrei wären. Manche erinnern sich, dass das Brompton vor einigen Jahren in Ökotest abgewertet wurde, weil die damaligen Seriengriffe nach Meinung von Ökotest zwar in den legalen Grenzen lagen und eine Gefahr nicht erkennbar war, es ihnen aber dennoch zu viele Schadstoffe waren... Wie das nun aussieht, wenn man einen Griff vom lustigen Chinesen dranschraubt weiss vermutlich niemand. Für mich ein weiterer Grund, auf bevorzugt europäische Markenware zurückzugreifen. Da habe ich zumindest die Hoffnung, dass das unkritisch sein dürfte.

Die Neugier, überhaupt abseits von Ergon zu schauen kommt bei mir hauptsächlich durch n+1: Die Dinger sind nicht billig, an jedes Fahrrad geschraubt wird das ganz schön teuer. Und es gibt ja auch Firmen wie z.B. Herrmans, die in Europa preiswertes und brauchbares Zubehör produzieren (wie auch bei Lampen). Die Praxis hat aber gezeigt: Zu günstigerem Preis stimmte immer einer der Faktoren Material, Ergonomie, Haptik, Dämpfung oder Gewicht nicht - meistens mehrere.

Barends zusätzlich zu Griffen sind übrigens grundsätzlich ja auch eine Option - am Brommi passt das nur leider meist nicht wegen dem Platz. Wenn genügend Platz vorhanden ist habe ich da seit Jahren ein quasi Lieblingsbarend, das unter verschiedenen Namen vermarktet wird, unter anderem als "XLC Comp BE 08", idR fühlbar unter 20€:

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Die finde ich sehr angenehm in der Praxis. Gibt es vielerorts, das Bild habe ich von Brügelmann. Diese nur als exemplarisches Beispiel - gibt ja viele Modelle und Varianten, allerdings nur wenige, die mit der Lenkerbreite und der Faltbarkeit des Brommi harmonieren.

Ausrichtung der Ergons

Weil ich häufiger mal verblüffende Montagen von Ergon-Griffen sehe noch ein paar Worte, wie ich die montiere (ohne Anspruch, dass das für euch auch richtig sein muss): Die Grundidee der Ergons ist, dass sie dem Handballen eine Auflagefläche geben. Ein Grundproblem bei Eingeschlafenen Händen ist, dass die Hände abgeknickt werden beim Griff an den Lenker. Das passiert um so leichter (bzw. fast standardmässig), wenn der Lenker zu hoch ist. Im Idealfall sind die Hände nahezu eine gerade Verlängerung der Unterarme - kein Knick -> kein Aua. Das erfordert, abhängig von Sitzposition und Sattelüberhöhung, dass die Flügel der Ergons maximal horizontal ausgerichtet sind, eher aber leicht nach oben zeigend. Und genau so montiere ich sie bei mir mit gutem Erfolg.
Auf keinen Fall sollten die Flügel nach unten zeigen - da wird der Knick verschlimmert und der segensreiche Effekt der Ergons pervertiert. Au der Strasse sehe ich aber genau das recht häufig. Also Mut zur unkonventionellen Optik: Einfach mal ausprobieren und am Winkel des Unterarms ausrichten - der aha-Effekt könnte beeindruckend sein. ;)

Ergons kürzen - wann und wie?

Das ist jetzt etwas theoretisch, da ich das Problem selbst wie gesagt noch nicht hatte. Warum man kürzen will ist klar: Die Dinger sind zu lang - Aufgrund der Aussenklemmung gibt es wenig Toleranz, damit sie fest verschraubt werden können muss der Griff vollständig auf dem Lenker sitzen, mehr als 1-2mm Überstand sind nicht möglich.
Oft genug kann man am Brompton aber die Bremsgriffe und Schalter noch ein paar mm nach innen verlegen, dann kann es sich gerade so aus gehen, zumindest mit den post 2013er Bremsgriffen. Wenn es nicht passt muss kupiert werden. Es gibt auch Leute, die haben einfach eine Ecke aus den Griffen innen rausgeschnitten, anstatt komplett zu kürzen. Kommt mir valide vor.

Aber mal angenommen, man will den Griff insgesamt kürzen - wie geht das am Schlausten? Die gängige Methode scheint der Einsatz eines Teppichmessers zu sein. Funktioniert, ich finde das aber irgendwie unbefriedigend: Nach einer sauberen Schnittkante hört sich das nicht an, dafür aber nach einer hübschen Möglichkeit zur Selbstverstümmelung, wenn man abrutscht.
Ich würde daher den Griff an der Schnittstelle mit einer Lage Malerkrepp umwickeln, die Schittkante mittig darauf anzeichnen und das ganze im Einfachsten Fall mit einer Puk-Säge absägen. Bei größerer Ungeduld und ebensolchem Werkzeugpark könnte auch ein Fein Multimaster, eine Bandsäge, notfalls eine Stichsäge mit passendem Blatt oder vielleicht sogar eine Schneidemaschine vom Typ "Gräf Alllesschneider" wirksam sein. Persönlich würde ich aber die manuelle Puk-Säge bevorzugen.

Bei den Gummvarianten wäre die Arbeit damit getan. Wie aber sieht es bei den Kork-Griffen aus? Es könnte eine gute Idee sein, bei diesen die Schnittkante zu versiegeln. Mit Lack, mit transparentem Kleber - irgendwas in der Art. Leute, die die Korkgriffe gekürzt haben sagen aber: Nö, braucht man nicht. Also alles gut.
 
Zuletzt bearbeitet:
Die GP4 hatte ich an meinem vorherigen Brommie (H-Modell, Bj.2020 oder 21 ) und sie schlugen leicht auf den Boden auf beim Klappen, passten also nicht wirklich gut...
Die GP3 hatte ich auch bereits in Benutzung, (damals an einem S-Lenker, Baujahr 2020 oder 2019), passten super, Fahrkomfort war für mich top. (Die Hörnchen waren zwar kürzer als beim GP4, für mich hatten sie aber allemal ausreichend Aufbau, damit man einfach mal umgreifen kann und verschiedene Positionen beim Fahren nutzen kann)
Diese kaufe ich mir auch wieder für mein aktuelles Brompton und kann sie zu 100% weiterempfehlen! :)
 
Bekanntlich gilt der Grundsatz "Jedem Tierchen sein Pläsierchen", aber genau wie beim Fahrrad schwöre ich auf "Made in England" und fahre seit geraumer Zeit die Brooks Cambium Ergonomic Rubber Grip Lenkergriffe und bin sehr angetan davon. Keine eingeschlafenen Finger mehr auf der Langstrecke und auch das Material sieht trotz herber Beanspruchung sehr gut aus (siehe Fotos).

Wie gesagt, ist das alles Geschmackssache und da gibt es - Gott sei Dank - kein richtig oder falsch. Es muss für einen selbst passen.

Viele Grüße

Brummel
 

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Ich habe die GP3 ans Brommi gebaut und die GS1 ans MTB. Haptisch schöner anzufassen, da runder, irgendwie geschmeidiger sind zweifellos die GP3. Allerdings werde ich den Eindruck nicht los, dass die GP3 deutlich schwitziger werden als die GS1. Ob das nur am Anfang so ist, wage ich zu bezweifeln. Ich meine das auch schon von anderen gelesen zu haben. Von daher gesehen würde ich das nächste mal die GS3 nehmen, bei den GS1 hatte ich das Problem nie. Vielleicht ist in dieser Hinsicht die Biokork-Version auch gut. Die hatte ich aber noch nie.

EDIT: Ich sehe, es gibt offensichtlich neue Versionen der bekannten Griffe, Version EVO, mit bisschen Farbe:
 
naja, Unterarme auf dem Lenker zeigen, dass der Lenker eigentlich zu hoch ist, der Körper sucht sich die richtige Position. Das ist Entlastung auf mehreren Ebenen. Als ich ein Rennrad mit zu hohem Rahmen hatte, bin ich nur in der Untenlenker-Position gefahren, weil die Obenlenker Position zu hoch war. Das habe ich auch erst begriffen, als ich dann endlich mal ein passendes Rad hatte.

Juliane
 
Unterarme auf dem Lenker zeigen, dass der Lenker eigentlich zu hoch ist
So pauschal würde ich das nicht unterschreiben. Auf langen Strecken will der Körper ab und an mal Abwechslung und sucht sich, was er kriegen kann. Gerade die "Unterarm auf dem Lenker" Position ist z.B. bei Triathleten sehr verbreitet, die haben ja sogar eigene Hirschgeweihe dafür. Ich würde nicht sagen, dass die alle mit zu hohem Lenker rumfahren.

Als ich ein Rennrad mit zu hohem Rahmen hatte, bin ich nur in der Untenlenker-Position gefahren, weil die Obenlenker Position zu hoch war.
Deswegen fahre ich keine Rennlenker - die Untenlenker-Position ist zu niedrig um nützlich zu sein. Fand ich schon als Teenager, im gesetzten Alter signalisiert der Körper diese Meinung noch sehr viel deutlicher. ;) Und will deswegen unbedingt mal eine der modernen Gravelbars ausprobieren, die weniger Drop und mehr Flare haben. Aber nicht am Brommi.
 
Hab jetzt in dem umfänglichen Übersichtspost oben noch mal den Bereich "Alternativen" etwas ausgeweitet ganz unten und zwei Häppchen zum Thema "Ausrichtung der Griffe" und "Vorgehen beim Kürzen" ergänzt.
 
naja, Unterarme auf dem Lenker zeigen, dass der Lenker eigentlich zu hoch ist, der Körper sucht sich die richtige Position. Das ist Entlastung auf mehreren Ebenen. Als ich ein Rennrad mit zu hohem Rahmen hatte, bin ich nur in der Untenlenker-Position gefahren, weil die Obenlenker Position zu hoch war. Das habe ich auch erst begriffen, als ich dann endlich mal ein passendes Rad hatte.
Ich würde auch eher auf "Abwechsung" tippen, ich strecke den Rücken nach vorne durch, könnte aber in der Position nicht dauerhaft fahren, da ich sonst u.a. den Nacken zu lange, zu sehr nach hinten überstrecken müsste, um vor mir den Weg zu sehen. Ich habe ja noch ein Trekkingrad, das einen geraden, tiefer sitzenden Lenker hat und da bekomme ich gerne Schulter-/Nackenprobleme, beim Brommi bisher nicht.

Aber dennoch will ich jetzt mal darauf achten, wann genau ich diese Position einnehme und was sie bewirkt.
 
@berlinonaut zu deinen XLC Barends: vielleicht sind die brauchbar für Menschen mit großen Händen. Ich war froh als sie nach ein paar Jahren endlich gebrochen waren (umgefallen) und ich neue kaufen konnte. Die Verlängerung nach unten war für mich komplett überflüssig, abschneiden ging aber nicht wirklich. Empfohlen hatte mir die jemand, der >1,90m war. Die Haptik hat mich übrigens auch nicht überzeugt. Aber bei diesem Punkt bin ich immer etwas pingelig.
 
@berlinonaut zu deinen XLC Barends: vielleicht sind die brauchbar für Menschen mit großen Händen. Ich war froh als sie nach ein paar Jahren endlich gebrochen waren (umgefallen) und ich neue kaufen konnte. Die Verlängerung nach unten war für mich komplett überflüssig, abschneiden ging aber nicht wirklich. Empfohlen hatte mir die jemand, der >1,90m war.
Ah, interessant und guter Punkt! Da bin ich als Großgewachsener und vor allem Großhändiger natürlich etwas biased. Gerade die Flügel unten fand ich übrigens angenehm, So hat jeder seinen/ihren individuellen Geschmack. Die sollten auch nur als Beispiel dienen - die Gattung der extra Barends ist ja sehr viel weniger bevölkert als früher und das, was ich über die Jahre in die Finger gekriegt habe, fand ich meist nicht sehr beeindruckend. Da waren die Dinger eine positive Ausnahme.
Die Haptik hat mich übrigens auch nicht überzeugt. Aber bei diesem Punkt bin ich immer etwas pingelig.
Die ist in der Tat nicht ganz oberprima - allerdings schwankt die auch ofenbar etwas, jedenfalls hate ich schon unterschiedliche. Ich fand sie so oder so ok.
 
So, meine Korkgriffe sind da, allerdings, ich weiß nicht, habe ich mir die korkiger vorgestellt, wärmer, stattdessen sind sie sehr "gummig", sogar etwas klebrig, muss das so?
Und sie sind zu lang, ca 1 cm. Ich könnte zwar Bremsen und Schaltung versetzen, aber eigentlich möchte ich das nicht so gerne, hast du, @berlinonaut , nicht was von abschneiden geschrieben, geht das gut? Mit einer kleinen Säge? Innen sitzt ja noch so eine Plastikhülse.
Und die Frage nochmal, wie man die alten geklebten Originalgriffe am einfachsten abbekommt, irgendwelche Tricks? Ich hab Brennspiritus und Nagellackentferner im Haus ;)
 
Zuletzt bearbeitet:
So, meine Korkgriffe sind da, allerdings, ich weiß nicht, habe ich mir die korkiger vorgestellt, wärmer, stattdessen sind sie sehr "gummig", sogar etwas klebrig, muss das so?
Klebrig kenne ich jetzt nicht. Aber das gibt sich schnell bei den Korkdingern.
Und sie sind zu lang, ca 1 cm. Ich könnte zwar Bremsen und Schaltung versetzen, aber eigentlich möchte ich das nicht so gerne, hast du, @berlinonaut , nicht was von abschneiden geschrieben, geht das gut? Mit einer kleinen Säge? Innen sitzt ja noch so eine Plastikhülse.

Steht mittlerweile im 1. Post ganz unten. Ich würde eine Puksäge nehmen, bin aber noch nie in die Problematik gelaufen.

Und die Frage nochmal, wie man die alten geklebten Originalgriffe am einfachsten abbekommt, irgendwelche Tricks? Ich hab Brennspiritus und Nagellackentferner im Haus ;)
Rohe Gewalt. Abhängig von Monteur und Baujahr sind die Dinger mit unterschiedlich viel Kleber montiert, teilweise richtig viel. Komplett runter kriegt man die nicht (zumindest hab ich immer deutlich vorher die Geduld verloren). Seitdem schneide ich sie immer einmal der Länge nach mit dem Teppichmesser auf und ziehe sie dann runter, beginnend innen am Lenker an der Schnittstelle. Dann ist das in 30s für beide Seiten erledigt. Ist zwar schade um die Griffe, aber alles andere wäre echt nervig.
Die neueren Baujahre haben ja geschraubte Griffe (ab 2018 so ungefähr), da ist das natürlich dann ganz einfach.
 
Danke Dir @berlinonaut für die schnelle Antwort. Vielleicht sind sie etwas überlagert und deshalb klebrig, ist aber jetzt, nach Montage, schon besser.
Ich hatte halt gehofft, die Originalgriffe noch retten zu können, die Dinger anzukleben war jedenfalls keine besonders gute Idee :confused: von Brompton`s, der Kleister ist extrem zäh...
Abschneiden mit Puksäge geht sehr gut, schön aussehen tut es hinterher allerdings eher nicht.

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Die Tage werde ich mir jetzt noch den richtigen Winkel einstellen.
 
Abschneiden mit Puksäge geht sehr gut, schön aussehen tut es hinterher allerdings eher nicht.
In der Tat. glatt schmirgeln kann man das vermutlich nicht oder? Ist das denn bröselig? Ich würde wahrscheinlich gucken das so glatt wie möglich zu kriegen und dann irgendwas draufmachen, das eine glatte Oberfläche ermöglicht. Eine dünne Schicht Pattex zum Beispiel. Ob das wirklich eine gute Idee ist weiss ich aber nicht.
 
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