Altes Klapprad 70iger Jahre Klemmhebel

BromHai

Mitglied
Hallo zusammen, neben aktuellen Falträdern von Tern und Brompton habe ich auch noch einige alte Klappis aus den 70iger, die ich immer mal wieder gerne nutze. Bei einen lässt sich nun das Scharnier mit dem Spannhebel nicht mehr richtig festziehen / klemmen. Leider bin ich noch nicht dahinter genommen, wie das Innenleben funktioniert und wie man diesen Hebel ausbauen kann. Hat von euch jemand Ahnung davon und Tipps für mich?

Danke und viele Grüße Kai
 
Ohne Bild ist ein wenig schwer, aber im allgemeinen wird die Klemmung mit einer exzentrisch geschliffenen Hebelwelle gespannt, die mit einem Wellensicherungsring gehalten wird.
 
Prinzip ist ein Exzenter: Das Teil mit der Rändelmutter besitzt eine Bohrung, durch die die Achse des Hebels verläuft. Diese besitzt auf Höhe der Bohrung eine exzentrische Verdickung. Beim Umlegen des Hebels Richtung fest wird die Bohrung auf dem Bild nach links bewegt und damit die beiden Rahmenteile zusammengezogen.
Wenn das nicht mehr "hebt" ist evtl. die Rändelschraube defekt, oder die Bohrung ausgeschlagen oder der Exzenter abgenudelt.
Die Hebelachse müsste von unten mit eine Schraube oder einem Seegerring (Sprengring) gesichert sein. Oben siehst du an der Achse die beiden Einkerbungen, damit der Hebel auf einer Höhe bleibt.
 
Zuletzt bearbeitet:
Vielen Dank für die Antworten. Ja die Schraube sitzt gut und fest. Ein kleiner Sprengring ist unten auch dran, den hatte ich auch entfernt beim Versuch das Teil auseinanderzubauen, bin aber nach wenigen cm gescheitert. Hat jemand einen Tipp wie ich den Spannhebel da raus bekommen? Der lässt sich übrigens scheinbar normal bedienen und spannen, danach wackeln aber Vorder- und Hinterteil des Rads ... das passierte eigentlich von einer Sekunde auf die andere und ohne dass ich den Klappmechanismus genutzt hatte.
 
Der muss ja offensichtlich nach oben raus. Er ist also entweder unten irgendwie befestigt (Sprengring o.ä.) oder wird durch die Schraube in der Hülse in der Mitte geklemmt. Und potentiell lässt er sich nur in einer bestimmten Dreh-Position überhaupt rausziehen.
 
Hallo, also die Rändelmutter lässt sich problemlos drehen und festziehen. Was den Spannhebel angeht, den kleinen Sprengring hatte ich entfernt und könnte ihn dann nach oben 1 bis 2 cm rausziehen, dann war Schluss. Ich hatte auch unterschiedliche Stellungen versucht. Wenn's da noch einen Tipp gibt was ich falsch mache wäre das super 👍
 
Hab mal ein bisschen kräftiger gezogen, war da wohl erst zu vorsichtig, und jetzt ist er draußen. Und so sieht es aus:
 
Ich würde statt des Hebels eine ordentliche Schraube mit langem gewindelosen Kopfteil einsetzen und die Rändelschraube durch einen stabilen Schnellspanner ersetzen. Ähnlich wie bei Sattelstütz-Schellen. Alternativ käme als Abschluss auch ein schraubbarer Klemmhebel in Frage. Mit letzteren ist die Positionierung des Hebels in Ruheposition einfacher.
 
Der Vorschlag klingt sehr interessant, die Schraube würde dann als Bolzen, also als Ersatz für den Spannhebel dienen, oder? Aber wie bringe ich da den Schnellspanner rein? Den zweiten Vorschlag habe ich leider nicht richtig verstanden 🤔
 
Mit Schnellspanner meine ich nur den Spannhebel plus Zubehör, der statt der Rändelschraube benutzt wird.
Es geht ja darum, dass die rechte Rahmenhälfte mit der linken verspannt wird.
Aktuell steckt in der linken Hälfte der Exzenterhebel, der über den Bolzen mit der Bohrung und der Rändelschraube mit der rechten Hälfte verpannt wird. Der Exzenter wird bei Drehung des Hebels nach links bewegt und verschiebt damit den Bolzen nach links und verspannt dadurch die Rahmenhälften.

Sehr wahrscheinlich ist der Exzenter und der Bolzen mit der Bohrung soweit abgenutzt, dass nicht mehr genügend Spannkraft aufgebaut werden kann. Deshalb meine Idee den Hebel durch eine passende Schraube zu ersetzen und die Spannkraft auf der rechten Seite mittels des Schnellspanners bzw. Klemmhebels aufzubauen.
 
Zurück
Oben